Linke fordert: „Berlin braucht endlich eine qualifizierte Personalbedarfsplanung“
Frank Becker, Landeschef der gkl berlin empfindet diese Forderung einer Regierungsfraktion als Verhöhnung der Beschäftigten

06.06.2011

„Ich kann es kaum glauben. Da fordert doch „Die Linke“, also eine an dieser Regierung beteiligten Parteien, dass Berlin nun endlich eine qualifizierte Personalbedarfsplanung braucht! Für mich ist diese Forderung, die plötzlich einen Tag vor der Personalversammlung der Beschäftigten des Zentralen Stellenpool veröffentlicht wird, eine absolute Lachnummer und verhöhnt hiermit alle Beschäftigten des öffentlichen Dienstes – insbesondere aber die Kolleginnen und Kollegen, die sich im Zentralen Personalüberhang selbst befinden.“, so Frank Becker, Landesvorsitzender der gewerkschaft kommunaler landesdienst berlin (gkl berlin).

„Wir als gkl berlin aber auch der dbb beamtenbund und tarifunion haben in den letzten Jahren regelmäßig die Regierungsparteien in zahlreichen Gesprächen aufgefordert endlich eine Aufgabenkritik zu betreiben, um dann eine verlässliche Personalbedarfsplanung zu betreiben.“, so Becker weiter. „Konkrete Vorschläge liegen bis zum heutigen Tage weder  von der SPD noch von der Partei „Die Linke“ vor. Wir bedauern dies sehr, denn diese Aufgabenkritik wäre zwingend notwendig, um den öffentlichen Dienst in Berlin wieder zukunftsfähig zu machen.“

Allerdings ist es aus der Sicht der gkl berlin nicht nur fünf vor 12, sondern Sekunden vor 12, jedenfalls was die Arbeitsfähigkeit des öffentlichen Dienstes in Berlin angeht. Seit Jahren machen wir die Politik auf die dramatische personelle Lage, insbesondere auf deren Entwicklung, aufmerksam. Keiner rührte sich. Bis auf diejenigen, die sich populistisch in der Öffentlichkeit mit noch weiteren Einsparungen von Beschäftigten beliebt machen wollten. Wie dramatisch das Ganze ist, konnte man gestern ja ausführlich in der Berliner Morgenpost nachlesen. „Insofern ist die Grundaussage, dass wir eine qualifizierte  Personalbedarfsplanung benötigen, richtig – aber bitte nicht von denjenigen, die dies schon längst in Angriff hätten nehmen können.“, so Frank Becker SEHR VERÄRGERT.