Der internationale Frauentag jährt sich 2011 zum 100. Mal - ein Grund mit Stolz und Wertschätzung auf die bewegende Geschichte und das Erreichte zurückzublicken. Anlass zum Feiern: der Frauen und ihrer Geschichte. Unter dem Titel „Schwestern zur Sonne, zur Gleichheit“ erscheint hierzu eine Publikation des Deutschen Frauenrates (u. a.).
Wer hätte vor 100 Jahren gedacht, dass Frauen heute selbstverständlich das Wahlrecht haben und dass in Deutschland heute mehr junge Frauen als Männer studieren? Doch neben dem Blick zurück muss das Augenmerk auch auf die weiter bestehenden Ungleichheiten gerichtet werden: Auf den Führungsebenen sind Frauen noch immer hoffnungslos unterrepräsentiert und gleicher Lohn für gleiche Arbeit - das gilt für Frauen immer noch nicht. Das Entgelt, welches Frauen und Männer für eine gleiche Tätigkeit auf die Lebensarbeitszeit gerechnet erhalten, unterscheidet sich erheblich.
Mannsbilder? – Weibsbilder? – Neue Bilder!
Der Entgeltunterschied zwischen Frauen und Männern liegt in Deutschland bei 23 Prozent. Eine der zentralen Ursachen hierfür sind die immer noch tradierten Rollenstereotypen. Sie beeinflussen sowohl die Aufgabenverteilung in den Familien, als auch das Berufswahl- und Erwerbsverhalten von Mädchen und Jungen.
Frauen arbeiten nach wie vor häufig in Teilzeit, sind nur selten in Führungspositionen zu finden und unterbrechen ihre Erwerbstätigkeit häufiger wegen Betreuungs- oder Pflegearbeiten in der Familie. Diese Rollenverteilung wird vom aktuellen Steuerrecht und Sozialversicherungssystem noch unterstützt.
Entgeltgleichheit für eine zukunftsfähige Gesellschaft fordern wir daher gemeinsam mit dem nationalen Aktionsbündnis zum Equal Pay Day. Dies soll insbesondere erreicht werden durch:
Stehen wir zusammen und kämpfen wir gemeinsam für eine zukunftsfähige Gesellschaft! Neue Bilder braucht das Land!
Ihre
Petra Woosmann
Vorsitzende des Frauenausschuss der gkl berlin
Download PDF